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Eigenfett für die Brustvergrößerung

Veröffentlicht am 28. September 2012

Eigenfett für die Brustvergrößerung

Unter den zahlreichen Methoden der Mammaaugmentation, also der operativen Vergrösserung der Brust einer Frau, ist die Verwendung von körpereigenem Fett eines der jüngeren Verfahren.

Zu den etablierten Prozeduren der Brustaugmentation hingegen zählt die subfasziale Methode, während der meist ein Silikonkissen unter die Faszien-Schicht des Brustmuskels in eine dort zu formende Implantattasche gelegt wird. Diese komplexe Operation wird von einem Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie ausgeführt, wobei der exakten Platzierung des Brustkissens besonderes Augenmerk zukommt. Der Eingriff fällt damit in die Gynäkologie wie auch die plastisch-rekonstruktive Chirurgie.

Alternativ positioniert die submuskuläre Implantation das Kissen teilweise oder vollständig unter den Brustmuskel, oder aber es kommt unter die Brustdrüse (subglanduläre Implantation).

Eigenfett Brustvergrößerung als Alternative zu Silikon

Anfang 2012 haben Vorfälle mit minderwertigen Brustimplantaten zu erhöhtem Interesse an silikonfreien Verfahren geführt. Unter diesen steht Augmentation per Eigenfettverpflanzung im Vordergrund, ist jedoch noch unzureichend erforscht.

Eigenfett für die Brustvergrößerung

Unabhängig von möglichen Risiken empfiehlt sich die Eigenfettbehandlung besonders bei gleichzeitigem Bedarf an Fettabsaugen und einer moderaten Eigenfett Brustvergrößerung, da beide Eingriffe in einer Behandlung kombinierbar sind. Eine stärkere Augmentation hingegen sollte über zwei Sitzungen laufen, und eher ungeeignet ist Mammaaugmentation mit Eigenfett beim Wunsch nach ungewöhnlich grossen Brüsten, der also in aller Regel den Einsatz von Implantaten erfordert.

Zur Brustkonturierung mit Eigenfett erfolgt während des Eingriffs die Fettgewebsgewinnung. Kritisch ist hier die extrem schonende Entnahme von Fettzellen zur Injektion rund um die Brustdrüse bzw. zwischen Drüse und Brustmuskel. Gute Gewebedurchblutung ist dann Voraussetzung für die Anlagerung der eingespritzten Fettzellen. Derzeit gelingt dies für mehr als zwei Drittel der transplantierten Zellen, die anschliessend normale Lebenserwartung haben.

Im Idealfall gelingt Brustvergrösserung mit Eigenfett ambulant, ohne Narkose und ohne auffällige Narben zu verursachen. Dazu verteilen hochdünne Kanülen das Fett in der Brust, was zu einem natürlich wirkenden Ergebnis führt. Insbesondere wird die Konsistenz so behandelter Brüste erhalten und es kann keine Komplikationen geben mit Silikonimplantaten.

In der Folge womöglich auftretende Verkalkungen oder Verdichtungen des umliegenden Gewebes können jedoch die Diagnostik von Brustkrebs erschweren.

Cell-Assisted Lipotransfer zur Eigenfett Brustvergrößerung

CAL ist als aus 2004 stammende Methode nicht durch Langzeitstudien gesichert. Sie ist nicht uneingeschränkt zur Eigenfett Brustvergrößerung einsetzbar, da sie ungefähr das Zweifache der zu injizierenden Fettmenge benötigt, woraus man eine Substanz mit hoher Stammzellen-Konzentration für die Injektion gewinnt.

Der komplexe Eingriff liegt bei etwa acht Stunden, soll aber durch die extrem hohe Anpassungsfähigkeit der Stammzellen gerechtfertigt sein, wobei stationäre Nachsorge entfällt.

Kritische Fachmeinungen weisen auf die Möglichkeit erhöhten Krebsrisikos hin, denn potentiell kann die im injizierten Gewebe höhere Konzentration an Stammzellen und damit Wachstumshormonen inaktive Krebszellen aufwecken. Jedenfalls zeigen Tierversuche, dass transplantierte Stammzellen Tumorwachstum begünstigen können. Allerdings ist der Grad der Übertragbarkeit dieser Resultate auf den Menschen unklar.

Derzeit wird CAL hierzulande nur von wenigen Ärzten durchgeführt.

Kosten einer Brust-OP

Ab ca. 5.000 € werden seriöse Brustoperationen nach etablierten Methoden ausgeführt, doch im individuellen Fall kann dies leicht 2.000 € mehr kosten. CAL etwa liegt als umfangreicher Eingriff zwischen 7.500 und 15.000 €.

Das Sozialgesetzbuch wertet nicht jede ästhetische Korrektur als Erkrankungsbehandlung, wie etwa Brustrekonstruktion nach krebsbedingter Amputation, und nur letztere wird von den Kassen getragen.

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Dr. Andrea Rejzek 09/13/2014 11:59

In österreich ist mir kein Fall bekannt, das eine Brustvergrößerung aus ästhetischen Gründen von der Krankenkasse übernommen wurde. Rekonstruktive Brustvergrößerungs-Ops dagegen schon (http://www.brustvergrosserungwien.net)